Selbstdarstellung des Blind-Net

Entwurf 1.3

  1. Was ist das Blind-Net?

    Das Blind-Net ist ein Zusammenschluß von privaten Computer-Mailboxen, die eine Sammlung von "elektronischen schwarzen Brettern" mit dem Schwerpunktthema "Blindheit/Sehbehinderung" verbreiten. Das Netz wird vom Systembetreiber der Mailbox WORDS in Hamburg koordiniert.

    Die wichtigsten Aufgaben des Blind-Net sind, den Informations- und Erfahrungsaustausch blinder und sehbehinderter Computerbenutzer zu fördern, sehende Interessenten über die Angelegenheiten des Blindenwesens umfassend und aus erster Hand zu informieren sowie blinde und sehbehinderte Computerbenutzer auf schnellem Weg mit für sie besonders geeigneten Programmen zu versorgen.

    Gegenüber bisher bestehenden Angeboten auf diesem Gebiet (Fachgruppen der Blindenvereine, Interessengemeinschaften) hat das Blind-Net den Vorteil, daß durch die Datenfernübertragung die Informationen innerhalb von 24 Stunden bei allen Interessierten ankommen; dies kommt besonders dem Erfahrungsaustausch sehr zugute.

    Die Bretter des Blind-Net befassen sich mit praktisch allen Themenbereichen, die für Blinde und Sehbehinderte von Interesse sind. (Unter Punkt 3. wird hierauf noch ausführlicher eingegangen.) Dabei ist es durchaus noch ausbaufähig: je größer die Auslastung des Netzes, um so detaillierter kann und sollte die Brettstruktur werden.

  2. Die Geschichte des Blind-Net

    Die Heimat-Mailbox des Blind-Net ist die WORDS in Hamburg. Dort wurde es im August 1992 von Marco Zehe, einem damals 19-jährigen Schüler, gestartet. Das Netz breitete sich zunächst etwas langsam aus, stieß aber bei denen, die es nutzten, auf groáe Begeisterung. Besonders Andreas Donau (Andy@WORDS) trug sehr dazu bei, den Informationsgehalt des Netzes zu erhöhen, indem er auch längere Beiträge veröffentlichte.

    Das Blind-Net war damals nur in Mailboxen zu finden, die das Alphabox-Programm verwenden. Durch Vermittlungen des SysOp der Muffland in Saarbrücken kam es im Frühjahr 1993 zur Wirepool in Essen. Als diese auf eine andere Boxsoftware umstieg, wurde von den Sysops der Wirepool ein Programm entwickelt, daß den Datenaustausch zwischen Muffland und Wirepool weiterhin gewährleistet.

    Zwischenzeitlich wird das Blind-Net auch von einigen Boxen im Z-Netz-Verbund übernommen. Dies wurde möglich, nachdem die Box Wirepool in Essen einen Übergang ins Z-Netz geschaffen hatte.

    Seit Januar 1994 wird das BLIND-NET in diesem Datenformat ebenfalls zur saarländischen Mailbox HIT geroutet, die es in jedem beliebigen Format (Fido, RFC/UUCP, Maus,...) gerne weitergibt.

    An einer weiteren Verbesserung des Datenaustauschs von Mailboxen, die mit unterschiedlichen Programmen laufen, wird derzeit also emsig gearbeitet.

    Schwerpunktmäßig ist das Blind-Net derzeit (Ende Januar 1994) in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen im Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und in Thüringen vertreten. (Die aktuelle Liste der teilnehmenden Boxen folgt unter Punkt 4.)

    Es bestehen also nach wie vor riesige Bedarfslücken. Es steht zu hoffen, daß nicht zuletzt diese Selbstdarstellung dazu beitragen wird, neue Interessenten ans Blind-Net heranzuführen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, daß das Blind-Net, wenn es in einer Gegend einmal aufgetaucht ist, sich dort schnell weiterverbreitet.

  3. Die Bretter des Blind-Net

    Im folgenden werden die derzeitigen Bretter im Blind-Net kurz dargestellt. In den meisten Boxen sind sie in Verzeichnisse gegliedert, ähnlich wie man das vom Betriebssystem MSDOS her kennt. Die Bretter werden hier entsprechend der Verzeichnisstruktur aufgeführt, wobei jeweils der gesamte Brettname angegeben wird:

  4. Weiterverbreitung des Blind-Net

    Wer sich als User für das Blind-Net interessiert, sollte seinen SysOp auf diesen Text aufmerksam machen und ihn bitten, das BlindNet auch in seiner Box zu übernehmen.

    SysOps können in der unter Punkt 4. aufgeführten Liste die Box heraussuchen, bei der sie am günstigsten pollen könnten. Hierbei spielt natürlich das Pollverfahren eine Rolle. Deshalb folgt hier eine kleine Liste von Ansprechpartnern:

    Ansonsten hilft aber auch gerne jeder SysOp einer Blind-Net-Box weiter!

  5. Abschlußbemerkung

    Dieser Text soll dazu dienen, blinde wie sehende Computerbenutzer über das Blind-Net zu informieren. Das Netz wird um so besser werden, je mehr Leute mitmachen. Wir bitten Sie deshalb, diesen Text so weit wie möglich zu verbreiten!

    Herzlichen Dank!

Autor: n.mueller@hit.sb.sub.de