Verhaltensregeln
Nachdem es wiederholt Ärger mit Usern gab, die Ihre Mailberechtigung
ausnutzten, ohne sich über die Regeln ( Netikette ),
die in einem solchen Netzwerk bestehen, zu informieren, haben wir das
Wichtigste kurz zusammengefaßt.
Also zunächst zu einigen Verhaltensregeln, deren Beachtung das Leben im
Netz leichter machen. Als da wären:
- Wenn Nachrichten über das Netz geschickt werden, so gibt es
Größenbeschränkungen. Öffentliche Nachrichten, die in ein Brett
gesendet werden, dürfen 64 kB groß sein, während persönliche Nachrichten 100 KB
groß sein dürfen. (Vorsicht: in einigen Transport-Netzen niedrigere
Grenze, z.b. 64000 Bytes)
Ein Verstoß dagegen hat jedoch lediglich die Folge, daß die Nachricht
einfach nicht ankommt oder zurückgeschickt wird.
- Eine weitaus wichtigere Regel ist die, daß man eine Nachricht nicht
unötig in mehrere Netzbretter reinschreiben sollte. Dies ist verpönt,
da es die Telekommunikationskosten erhöht.
- In den Netzbrettern sollte man es unbedingt vermeiden, sich in der
Betreffszeile auf die Nachrichtennummer einer anderen Nachricht
zu beziehen, da nur die Betreffszeilen in allen angeschlossenen Systemen
gleich sind, nicht aber die Nachrichtennummern.
- Für manche Bretter (CL,FIDO,MAUS) sind Real-Namen (echter Vor-
und Nachname) vorgeschrieben, die das Mailboxprogramm automatisch in die
Absenderzeile der Nachricht einsetzen kann. Diese Funktion darf nicht
durch den User gesperrt werden.
- Generell sollte beachtet werden, daß aufs Netzwerk geschickte Meldungen
nicht zurückgeholt werden können.
Im praktischen Einsatz bedeutet dies, daß man davon absehen sollte, als
User einer Box voreilig Nachrichten abzuschicken. Immer wieder kommt es
zum Beispiel vor, daß User eine Nachricht verschicken und danach
feststellen, daß sie etwas vergessen haben oder daß ihnen die optische
Gestaltung der Meldung doch nicht so ganz gefällt. Das Löschen der
Nachricht wirkt sich nur in der lokalen Box aus und bleibt auf dem
Netzwerk ohne Effekt !
- AUS DER REIHE: WIE MACHE ICH MICH UNBELIEBT ?
- In Netzbrettern sehen es die meisten anderen Teilnehmer ganz
besonders gern, wenn sich zwei Teilnehmer unterhalten über
private Dinge, die nun wirklich niemanden sonst
interessieren. Solche Dinge können per privater Mail zwischen
den beiden Usern besprochen werden.
- Leider tauchen immer wieder unsinnige Diskussionen auf über
die Qualität des einen oder anderen Rechners. Vor allem Neulinge
werden von dem Rechnerdiskussionsvirus angesteckt. Es sollte jeder
User ( und auch jeder Sysop ) davon Abstand nehmen, seinen Rechner
allzu heftig zu lobpreisen und zu versuchen, die anderen davon zu
überzeugen, daß der eigene Rechner die Krone der Schöpfung ist
(und wenn er's ist, können ihn die anderen sich im Allgemeinen nicht
leisten).
*** KEIN COMPUTER DARF WEGEN CPU, SEINER HARD- UND SOFTWARE- ***
*** AUSSTATTUNG WEGEN IN DER AUSÜBUNG SEINES RECHTS AUF ***
*** FREIE KOMMUNIKATION MIT ANDEREN COMPUTERN ***
*** BEHINDERT ODER BENACHTEILIGT WERDEN ! ***
- hochgradig unerwünscht sind in jedem Fall Meldungen und
Kommentare, die das Recht auf Menschenwürde verletzen. Dazu gehören
etwa rassistische Äußerungen ebenso wie Globalbeleidigungen
ethnischer Gruppen. Zu diesem Punkt siehe auch Presserechtliche
Einschränkungen.
- Wer seine Meinung kundtun will, soll es mit dem gebotenen Anstand
tun !
Den meisten Beifall gibt es mit bewußten, wohl überlegten und
argumentativ einleuchtenden Meinungsäußerungen konstruktiven Inhalts
zu ernten. Das Wiederkäuen altbekannter Pseudoargumente sollte
lieber den dafür zuständigen Pressemedien und Stammtischen
überlassen bleiben.
- Presserechtliche Einschränkungen
Ein Netzwerk ist ein Publikationsmedium allererster Güte. Für ein
Medium von solcher Breitenwirkung gilt es jedoch, bestimmte Regeln
einzuhalten, die im Großen und Ganzen den Bestimmungen der Pressegesetze
entsprechen. Die wesentlichsten Punkte, die man tunlichst vermeiden
sollte, sind
- Aufforderung zu Straftaten
- Verstöße gegen das Recht am eigenen Bild (Pixelfiles)
- Verstöße gegen das Urheberrecht (zitierte Texte müssen als solche
gekennzeichnet sein und einen Verweis auf die Quelle enthalten)
- Beleidigungen oder üble Nachrede gegen Personen oder Institutionen
- Werbung für eine kriminelle Vereinigung
Ansonsten gilt von der rechtlichen Seite her uneingeschränkt Voltaire
( du darfst alles schreiben, nur nichts Langweiliges !) Wer das Z-NETZ
ernsthaft als Publikationsmedium betreiben will, dem sei zur weiteren
Information das Taschenbuch zum Presserecht aus dem Beck Verlag,
München, empfohlen.
Es steht jedem Sysop frei, einem User seiner Box den weiteren
Netzwerk-Zugriff über Z-Netz-Bretter zu verweigern, wenn er sich nicht
an diese rechtlichen Bestimmungen hält ! Der Sysop einer Box ist vor dem
Gesetz verantwortlich für den Inhalt.
- Sanktionen bei schlechtem Benehmen
Wer auf dem Netzwerk Ärger verursacht, muß mit Konsequenzen rechnen.
Wenn ein Teilnehmer öfters durch Nichteinhaltung der Netzwerk-
Gepflogenheiten auffällt, wird der für ihn zuständige Sysop vom Netzwerk
koordinator aufgefordert, ihm die Netzwerkberechtigung zu entziehen.
Schafft der Sysop keine Abhilfe, kann sein System per Abstimmung vom
Z-NETZ-Verbund ausgeschlossen werden.