Akkordgrundlagen - Theorie

Lektion: Akkordgrundlagen - Theorie - von Judy Letostak ( letostak@ix.netcom.com) 
Originaltitel: Basic Chord Theory 

He, jemand meinte, ich sollte mal was über Akkordgrundlagen schreiben.
Also: Hier ist es. Ich hoffe du kommst hiermit weiter.
Schreib mir bitte, wenn du Kommentare oder Korrekturen hast .
Oder schreib mir, wenn ich bei irgendwas falsch liege.

Positionen der offenen (nicht barre) Akkorde.

    C        D         E               F       G      A   etc...
|---0--------2---------0---------------1-------3------0--------------------
|---1--------3---------0---------------1-------3------2--------------------
|---0--------2---------1---------------2-------0------2--------------------
|---2--------0---------2---------------3-------0------2--------------------
|---3------------------2-----------------------2------0--------------------
|----------------------0-----------------------3---------------------------

 D-moll  E-moll   A-moll    F-moll
|--1-------0--------0---------1-------|
|--3-------0--------1---------1-------|
|--2-------0--------2---------3-------|
|----------2--------2---------3-------|
|----------2--------0-----------------|
|----------0--------------------------|

Ich bin sicher, die meisten von euch kennen diese, doch greift mal mit an.
Das sind nicht alle offenen Akkorde und ich kenne nicht wirklich alle die
es gibt. Es gibt Bücher (Romane) welche wie Akkord-Dictionaire wirken.
Ich versuche nur zu erklaeren, WIE sie arbeiten, und nicht alle bekannten
aufzuschreiben. Gott, welch ein Gedanke.

Wie sie zusammengesetzt sind ist leicht. Die Grundliegenden Dur Akkorde
basieren auf Tonleiterabständen.  I  III   V
Wenn du einen C-Dur Akkord zusammenbaust, brauchst du C, E, G.
Diese sind für gewöhnlich nicht-verschiebbar...Ich weiss, darüber kann man
streiten, aber in diesem Fall sind sie nicht verschiebbar.





Jetzt gibt es auch die Barre Akkorde. Sie sind verschiebbar. Ich werde mit einem "*" die Grundnote markieren. Die Grundnote sagt aus, wie der Akkord heissen soll. Ja, darüber lässt sich wieder streiten,  aber nicht jetzt. Wenn du den Akkord das Griffbrett hoch oder runter verschiebst, änderst du den Namen des Akkordes. Wenn du also G-Dur (als Barre) nimmst und ihn in den 5. Bund verschiebst, erhältst du A-Dur. Oder im 1. Bund bekommst du F-Dur. Denn du benutzt die Grundnote zur Akkord Definition.     G-Dur       G-moll      C-Dur         C-moll |-----3-----------3-----------3-------------3------------| |-----3-----------3-----------5-------------4------------| |-----4-----------3-----------5-------------5------------| |-----5-----------5-----------5-------------5------------| |-----5-----------5-----------3*------------3*-----------| |-----3*----------3*-------------------------------------| Ein Moll-Akkord basiert auf dem selben Prinzip wie Dur mit einer Ausnahme: Dur  I  III   V Moll I  bIII  V Durtonleiter = I, II, III,  IV, V,  VI,  VII Molltonleiter= I, II, bIII, IV, V, bVI, bVII OK, um es ein wenig besser zu erklären nimm einen C-Dur Akkord C, E,  G  !    Um Daraus einen C-Moll Akkord zu machen musst du die Terz um                einen Halbton vermindern... C, Eb, G  !    ...und schon hast du deinen C-Moll Akkord. Es ist ganz einfach, wenn du mal die Zusammenhänge zwischen Dur und Moll begriffen hast.
OK . Jetzt die Triaden. Eine Triade sind einfach drei Noten: I, III, und V Dur Triade. tri- steht für drei, also drei Noten. Ich gehe jetzt nur mal auf Dur und Moll -Triade ein. Um nicht alles zu verwirren.    D-Dur   D#-Dur G-Dur       D-moll   F#-moll    B-moll |---2--------3------7------|-----1--------5---------10--------------------| |---3*-------4------8------|-----3*-------7---------12--------------------| |---2--------3------7------|-----2--------8---------11--------------------| |--------------------------|----------------------------------------------| |--------------------------|----------------------------------------------| |--------------------------|----------------------------------------------| Für den ersten Akkord ,D-Dur, würdest du die leere D-Saite als Grund-(Bass) Saite verwenden wenn er in der offenen Position gespielt wird. Nur, bei Triaden ist die Grundnote nicht wichtig. Du spielst also nicht die leere Note (du kannst sie spielen; viele machen das, doch persönlich denke ich , das Klischeehaft klingt. Doch das ist nur meine Meinung). Das schöne bei Triaden ist: Du kannst den aktuellen Akkord Wechsel, indem du eine andere Note anstelle der Grundnote spielst. Da kommen wir später hin. |------------| |---5--------| |---5*-------| |---5--------| |---3*-------| |------------| Kennst du den Akkord? C-Dur? In diesem Akkord spielst du die Grundnote C doppelt. Manchmal, speziell wenn du mit einem zweiten Gitarristen oder Keyboarder spielst klingt es verworren. Wenn du die Basis-Grundnote wegnimmst, |--------| |----5---| |----5*--| |----5---| |--------| |--------| dann hast du dieses. Weniger Bass und es klingt nicht so breiig. Du kannst noch mehr damit rumspielen. Und es ist immer noch ein C-Dur Akkord. Die Tonart C-Dur     C     D-moll  or     E-moll       F-Dur    G-Dur    A-moll |------------------1--------0-----------1--------3--------0---------------| |---1-------3------3--------0-----------1--------3--------1---------------| |---0-------2------2--------0-----------2--------4--------2---------------| |---0-------3-------------------------------------------------------------| |-------------------------------------------------------------------------| |-------------------------------------------------------------------------| OK. Jetzt hast du dir davon ein Bild geschaffen. Ich empfehle dir deine eigenen Akkord-Griffbilder zu erstellen. Du lernst dadurch nicht nur wie es gemacht wird. Du kannst sie in deine eigenen Songs aufnehmen. Ich mache das schon die ganze Zeit. Was anderes, das du machen kannst ist die Akkorde umzudrehen. Z.Bsp.: Benutze eine andere Bassnote. Einen Akkord so zu spielen macht ihn noch interessanter. Und er hört sich nicht wie die üblichen Akkorde an. Ich benutzte dieses schon einmal in einer Lektion,doch hier ist es wieder. Ein A-Dur Akkord mit einem C# im Bass. A, C#, E ist eine  Dur Triade. Und das verwenden des C# anstelle der leeren A-Saite gibt ihm eine andere Würze. Speziell wenn der Bassist A zu dem Akkord spielt, klingt es Super.      A/C#             D/E      etc... |---------------|-----------------------| |----2----------|------5----------------| |----2----------|------5----------------| |----2----------|------5----------------| |----4----------|------7----------------| |---------------|-----------------------|
Melodiesierung von Triaden wird erreicht durch ersetzen der wichtigsten Note einer Triade (die Grundnote(1), Terz(3), Quinte(5) hängt von der Umkehrung ab) mit einem höheren Grad der Skala, aus der der Akkord geformt wurde. Diese Noten (andere als 1, 3 oder 5) werden als TENSION NOTES (Tension->Spannung) , TENSIONS oder HIGH DEGREES (Höherer Grad) bezeichnet. Regel: Eine melodische Spannung ersetzt den ersten Triad-ischen Ton direkt unter ihm in der Tonhöhe. (für gewöhnlich findet man ihn auf der selben Saite.) OK. Auf Deutsch...    C |----------| |----------| |--2-------| |--2-------| |--3-------| |----------| Jetzt ist dieses eine C-Dur Triade, jedoch ersetzen wir die leere G-Saite mit einem A . Dieses ersetzt den ersten triadischen Ton (G) mit (A). C, E, G   ist jetzt    C, E A.  ziemlich cool heh? Nichts von dem ist Gesetz. Dieser Stoff hat sich einfach nur gut anzuhören für dich. Einiges klingt nicht so schön für dich, Ich mag es vielleicht, das ist Geschmacksache. Mehr davon.   F |------|---3------|----5-------|----6-----|-------------------------------| |--1---|----------|----6-------|----6-----|-------------------------------| |--2---|---2------|------------|----5-----|-------------------------------| |--3---|---3------|----7-------|----------|----7--------------------------| |------|----------|------------|----------|----8--------------------------| |------|----------|------------|----------|----8--------------------------| Sus Akkorde: (suspended -> verschieben,aussetzen) Das sind I, IV, V. John Petrucci, vom "Dream Theater", benutzt diese Akkorde oft. Sie klingen gut, und wenn du nicht rausfindest welchen Akkord du nehmen sollst, Dur oder Moll, dann nimm einen `sus Akkord` der klingt gewöhnlich prächtig.   Asus     F#sus         Fsus       Csus |--0--------2----------|---1----------3-----------------------------------| |--3--------2----------|---1----------3-----------------------------------| |--2--------4----------|---3----------5-----------------------------------| |--0--------4----------|---1----------5-----------------------------------| |--0-------------------|---3----------3-----------------------------------| |----------------------|---1----------------------------------------------| Was anderes ,an das ich denken muss: Einer meiner Lehrer (Ich nannte ihn immer Ad*lf, den er war ein Tyrann) sagte mir, ich solle mir ein Schlagzeug-Buch kaufen. So was, wie ein Buch mit Rhythmus Pattern drin. Um Ideen für ein Anschlagschema zu bekommen. Wer das sehr gut macht (spotte ruhig, wenn du willst) ist Melissa Etheridge. Sie schreibt einige sehr interessante Rhythmen, keine grossen Griffolgen (alles in e-Moll). Doch hat sie einen grossen Sinn für Timing und Rhythmus. Egal, Ich bin vom Weg abgekommen...zurück zu den Chords. Ich bin sicher, ihr wisst Bescheid über Power Chords (Grundnote und Quinte) |----------------------------------| |----------------6-----etc...------| |----------------5-----------------| |---------5------------------------| |--5------3------------------------| |--3-------------------------------| Mit denen kannst du genauso spielen. Etwas das George Lynch zusammen mit Dokken benutzte war entweder die Grundnote oder die Quinte zu vertiefen. |--------------|-------------------------| |--------------|-------------------------| |--------------|-------------------------| |--------------|--------9----------8-----| |---5-----5----|--------7----------7-----| |---3-----2----|--0--0-------0--0--------| Jetzt macht er es nicht mehr...Mann, Ich frage mich warum? :) benutze dies nicht zu oft, es ist schon ziemlich abgelutscht. Es ist gut für mal kurz zu spielen, aber einen ganzen Song darauf aufzubauen? Ich weiss nicht, habe es nicht ausprobiert? Hier ist was Cooles, das dieses auch beinhaltet, (OK, Ich bin schuldig, langweiliger zu werden, und mich dauernd zu wiederholen.) |---------------------------------------| |---------------------------------------| |----9----------------------------9-----| |----7\6--------------------------6/7---| |---------0--0--0--0--0--0--0--0--------| |---------------------------------------| So etwas wie das benutze ich in einem meiner Songs. Jemand nannte es "Das Riff das niemals stirbt!". Denn es klingt so Happy, und niemand in irgendeiner meiner Bands wollte es benutzen. Ich brachte es auf, wenn wir Song schrieben, und jedesmal rollte jemand die Augen und grunzte... :) Es wiederholt sich einige Male, dann geht es zu D-Dur und wiederholt sich, es ist wie ein Chorus, oder sowas. Jetzt kommt langsam das Ende. Ich gebe euch jetzt etwas Basis Theorie der Akkorde. Den Rest findest du selber raus. Frag mich ruhig, wenn du fragen hast, oder korrigiere meine verdreher. Dur =  I  III   V Akkord C      C   E   G G      G   B   D D      D   F#  A A      A   C#  E E      E   G#  B B      B   D#  F# F#     F#  A#  C# F      F   A   C Bb     Bb  D   F Eb     Eb  G   Bb Ab     Ab  C   Eb Db     Db  F   Ab Gb     Gb  Bb  Db Moll = I IIIb  V Akkord Cm     C   Eb  G Gm     G   Bb  D Dm     D   F   A Am     A   C   E Em     E   G   B Bm     B   D   F# F#m    F#  A   C# Fm     F   Ab  C Bbm    Bb  Db  F Ebm    Eb  Gb  Bb Abm    Ab  Cb  Eb Dbm    Db  Fb  Ab Gbm    Gb  Bbb Db  (Bbb ist das selbe wie A!) Zweimal flat (vermindern,b) bringt dich eine ganze Stufe runter. Dominant =  I  III  V  VIIb Akkord C7     C   E   G   Bb G7     G   B   D   F D7     D   F#  A   C A7     A   C#  E   G E7     E   G#  B   D B7     B   D#  F#  A F#7    F#  A#  C#  E F7     F   A   C   Eb Bb7    Bb  D   F   Ab Eb7    Eb  G   Bb  Db Ab7    Ab  C   Eb  Gb Db7    Db  F   Ab  Cb (B) Gb7    Gb  Bb  Db  Fb ************************************************************************ Akkordname       *    Formel         *    Beispiel                     * ************************************************************************ MAJOR (Dur)           1 3 5               C E G SUSPENDED (sus)       1 4 5               C F G MAJOR ADD NINE (add9) 1 3 5 9             C E G D MINOR (Moll)          1 b3 5              C Eb G AUGMENTED             1 3 #5              C E G# MAJOR SIX  (6)        1 3 5 6             C E G A MAJOR SIX ADD NINE    1 3 5 6 9           C E G A D MINOR SIX             1 b3 5 6            C Eb G A MINOROR SIX ADD NINE  1 b3 5 6 9          C Eb G A D DOMINANT SEVEN        1 3 5 b7            C E G Bb SEVEN SUSPENDED       1 4 5 b7            C F G Bb MINOR SEVEN           1 b3 5 b7           C Eb G Bb DIMINISHED SEVEN      1 b3 b5 bb7         C Eb Gb Bbb (A) MAJOR SEVEN           1 3 5 7             C E G B MINOR MAJOR SEVEN     1 b3 5 7            C Eb G B NINTH        (9)      1 3 5 b7 9          C E G Bb D MINOR NINE            1 b3 5 b7 9         C Eb G Bb D MAJOR NINE            1 3 5 7 9           C E G B D ELEVENTH     (11)     1 (3) 5 b7 9 11     C (E) G Bb D F ()=OPTIONAL MINOR ELEVENTH        1 b3 5 b7 9 11      C Eb G Bb D F THIRTEENTH            1 3 5 b7 9(11) 13   C E G Bb D(F) A ()=OPTIONAL MINOR THIRTEEN  (13)  1 b3 5 b7 9(11) 13  C Eb G Bb D(F) A ()=OPTIONAL
Skala Note:     I       II      III     IV      V       VI      VII Akkord Konstruiert:    Dur     Moll    Moll    Dur     Dur     Moll    Dim C               C       D       E       F       G       A       B G               G       A       B       C       D       E       F# D               D       E       F#      G       A       B       C# A               A       B       C#      D       E       F#      G# E               E       F#      G#      A       B       C#      D# B               B       C#      D#      E       F#      G#      A# F#              F#      G#      A#      B       C#      D#      E# F               F       G       A       Bb      C       D       E Bb              Bb      C       D       Eb      F       G       A Eb              Eb      F       G       Ab      Bb      C       D Ab              Ab      Bb      C       Db      Eb      F       G Db              Db      Eb      F       Gb      Ab      Bb      C Gb              Gb      Ab      Bb      Cb      Db      Eb      F Legende: \slide down  /slide up                       bf = bend full (one step) h = hammeron                                 rb = release bend p = pulloff                                  ~ = vibrato * = artifical harmonic                       x = ghost note t = tap with right hand                      ps = pick scrape b = bend (steps are indicated over note)     tr = trill
Übersetzung von Stephan Müller (s.mueller@hit.handshake.de)