Effekte
Wer Abwechslung in sein E-Gitarrenspiel bringen will, kann sich
Effektpedale zulegen. Sogenannte "Stomp Boxes" oder "Tretminen".
Die gibt es in verschiedenen Variationen, als Pedal oder Rackgeraet...
(über Midi-Fusspedalboard gesteuert) z.B.:Echo, Flanger, Chorus, Distortion,
Oktaver, Reverb, Hall, Pitchshifter, Wah Wah, EQ, Talkbox,u.v.m...
Probiere sie, wenn du willst , im Guitarladen mal unverbindlich
aus.
Dagegen hat bestimmt kein Ladenbesitzer was einzumelden. (Es sei denn,
du spielst ihm Stairway to Heaven , oder Streets of London vor)
:-)
Distortion
Der wohl bekannteste Effekt ist Distortion (Verzerrung). Auch unter
Gain,Tube,MetalMaster,Drive bekannt.
Ich sag nur Röhr....
Distortion
Flanger
Der Flangersound hört sich manchmal an wie ein startendes Flugzeug.
Anhören...!!!
Flangersound
Phaser
Stell dir einmal vor du stehst auf der Strasse , und siehst von weitem
schon ein Taxi kommen.
Du siehst es...es wird lauter...wenn es direkt vor die vorbeifährt
ist es am lautesten...es wird leiser...
(du zeigst dem Fahrer deinen St...finger)...noch leiser...nix mehr zu sehen.
Phaser
Wah Wah
Das Wah Wah Pedal hat den Effekt das deine Gitarre währenddessen du
spielst immer "Wah Wah" sagt.
Wenn du das Wah drückst, bewegst du einen Tonregler hin und her. Das
gibt diesen interessanten Effekt.
Berühmte Wah Wah Spieler : Jimi Hendrix, Joe Satriani, Kim Thayil
,Slash, Kirk Hamett, Steve Vai u.v.v.m...
Steve Vai hat zum Beispiel die "Lachende Gitarre" damit gemacht!
Höre dir mal die David Lee Roth Alben mit ihm an !
Wah
Wah
Reverse Reverb
Reverse Reverb ist als wenn du ein Solo spielen würdest und anschliessend
rückwärts abspielen würdest.
Der Pitchshifter
Der Pitchshifter ist ein Modulationseffekt. Mit seiner Hilfe ist es möglich
aus der Gitarre ein `Ufo` oder eine
`singende Säge` zu machen.
Auch eine 12
saitige Gitarre kann man simulieren.
Dazu wird dem normalen
Gitarrensignal noch ein zweites Signal, das eine Oktave (12) höher
ist zugefügt.
Einen Ägyptischen
Effekt erzielt man, indem man dem normalen Gitarrensignal noch ein zweites,
mit einer Septime (7)
beifügt.
Für diesen schrägen
Effekt einfach eine Quinte (5) hinzufügen.
Also:
Dem einfachen Gitarrensignal wird ein zweites hinzugefügt. Dieses
Signal kann verstimmt gespielt werden (cent pitch),
oder eine Terz, Quart, Quinte, Septime ,Oktave u.s.w. höher sein.
Ich habe mir mal einen Bass mittels des Pitchshifters gemacht.Um unseren
Bassisten zu ärgern ;)
Dafür habe ich das einfache Gitarrensignal ausgeblendet (Direct Level=0),
und das modulierte Gitarrensignal voll reingebracht (Effect Level=100).
Die Oktave habe ich auf +24 gestellt. Wenn man jetzt in den höheren
Lagen
(ab 12. Bund) spielt hat man einen schönen Bass. Füge noch Chorus,
Flanger, oder Delay dazu und euer Bassist
ärgert sich blau und grün...
Echo / Delay
Echo gibt es auch u.a. unter diesen Namen
Delay (engl. = Verzögern), Digital Delay, Analog Delay.
Bei einem Delaypedal kann man die Delayzeiten in msec ( mikrosekunden)
einstellen.
MultiTap gehört zur Echo-Familie, hierbei wird das Feedback des Echos
nochmal zum Eingang zurückgegeben.
Ein Ping Pong Delay springt von Kanal zu Kanal (wenn du Stereo spielst!).
Ein analoges Delay ist meist ein Endlosband in einem Pedal eingebaut. Brian
May benutzt zum Beispiel ein Pearl Echo
in 'Brighton Rock' ,neben seinem Vox AC30 Effekt , bei dem er drei Vox
AC30 miteinander verschaltet.
Echo
Chorus
Der Chorus ist ein Effekt,da hört sich deine 6-String an wie
ein Chor voller Gitarren.
Chorus
Talkbox
Talkbox...Mouthback...u.s.w...
Ähnlich dem Vocoder. Der Vocoder ist ein Keyboard-Effekt. Am Vocoder
wird ein Mikrofon und ein Keyboard angeschlossen. Der Keyboardsound wird
durch die vom Mikro aufgenommene Stimme verändert. Bekannt durch
Phil Collins 'In the air tonight' oder auch in der heutigen Zeit durch
'California Dreamin' von Two Pack & Dr. Dre.
Aber nun zur Talkbox:
Dieser Effekt wurde von Orgel-Spielern entwickelt, die unbedingt mit den
Synthesizerkollegen mithalten wollten.
Eins ist gemeint: Du spielst Dir mittels eines Schlauchs der an einem Mitteltöner
angebracht ist, Töne in den Mund
und kannst sie dann durch Sprechen verformen. Das ganze wird über
dein Mikrofon abgenommen.
Berühmte Talkboxer:
Peter Framton ("...Comes Alive" Anhören...!)
M. Jabs/Scorpions (The Zoo)
R. Sambora/Bon Jovi (Bad Medicine)
E. Van Halen
Vibrato, Bending und Whammy Bar
Der Vibrato-Effekt ist ein an- und abschwellen der Tonhöhe. Viele
Verstärker haben diesen Effekt schon Serienmässig eingebaut.
Ähnlich dem Vibrato ist das Bending
(Dehnen) der Saiten und der
Whammy
Bar
Rotary Speaker Effect
Der Rotary Effekt (auch Leslie Effekt genannt) simuliert einen rotierenden
Lautsprecher.
Wieder einmal (siehe Talkbox) ein Effekt, den wir uns von den Organisten
ausleihen.
Rotary
Speaker
Tremolo
Tremolo nennt man das an- und abschwellen der Lautstärke. Bei der
Gitarre müsstest du den Akkord spielen, und an deinem Volume Poti
die Lautstärke entsprechend schnell oder langsam verändern.
Tremolo
Der EBow (r)
Als der EBow 1976 rauskam stand das "E" für Energie Bow. Heute steht
er für beides Energie und Electric Bow.
Also Energie- oder Elektrischer Bogen. Wer mal Jimmy Page bei "Dazed and
Confused" mit einem Geigenbogen
hantieren gesehen hat weiss um was es sich handelt. Beim EBow handelt es
sich um die kompakte elektrische (9 Volt) Variante des Geigenbogens. Er
wird anstelle deines Plektrums gehalten. Der EBow erzeugt ein Energiefeld
das deine
Saiten vibrieren und länger klingen (Stichwort: Sustain) lässt.
Er arbeitet mit einer Saite.
Anhören kann sich der EBow einmal wie eine Violine, Cello, Flöte,
oder eine Harmonika. Er ist quasi ein handlicher Synthesizer. Viele Gitarristen
benutzen den EBow. Die bekanntesten: Queen, U2, Van Halen, REO Speedwagon,
Blondie,
Def Leppard, Heart,u.v.a...
Durch den EBow kannst du schnellere Licks spielen. (So schnell wie deine
linke Hand ist!)
Der EBow vergrössert das Gitarren Signal. Drehe die Lautstärke
und die Höhen deines Amps etwas runter, speziell wenn du das
erste mal mit ihm arbeitest. Er arbeitet am besten mit dem Bass Pickup
(Hals Pickup). Alle anderen Pickups
sollten abgeschaltet sein. Empfehlenswert ist es zuerst die mittleren (ADGB)
Saiten auszuprobieren.
Wer noch mehr über den EBow wissen will und der englischen Sprache
mächtig ist, sollte sich mal die Internet Seite der EBow Anbieter
ansehen: http://www.ebow.com/
Die Glocken
Die Glocken habe ich mal bei Michael Schenker gesehen. Dafür
greifst du mit dem Zeigefinger deiner Spielhand unter der A Saite hindurch,
schnappst dir mit dem Fingernagel die D Saite und ziehst sie rüber
vor die A Saite.
Den dadurch entstandenen Knoten nimmst du mit dem Fingernagel in der Mitte
der beiden Saiten, und ziehst ihn
nach oben auf das Griffbrett. Hier hältst du den Knoten im fünften
Bund fest. Um die Glocken jetzt ertönen zu lassen
zupfst du beide Saiten gleichzeitig von oben an. Beste Erfolge erzielt
man mit einem verzerrtem Effekt.
Es klappt aber auch auf meiner Akustikgitarre!
Glocken (nicht von Rom)
Die Bending Technik:
Das Dehnen der Saiten.
Zum Dehnen benutzt man einen, manchmal ist aber auch ein zweiter Finger
eine grosse Hilfe. Kommt auch auf die Stärke deiner Finger an!. Die
anderen Finger verbleiben meistens hinter der gedehnten Saite . Das sind
dann meistens Ring-, und kleiner Finger.
Beispiel in D:
1-Zeigefinger
4
2-Mittelfinger
1 3 1 3
1 3 1 <<--->>
3-Ringfinger
4-kleiner Finger (evtl.)
e
~~~
|---------------------------|
T|---------------------------|
|---------------------------|
A|--------5--7(9)--5-----5---|
|--5--7--------------7------|
B|---------------------------|
E
(~~~): an dieser Stelle dehnst du die D-Saite im 7.ten Bund so, das der
Ton, der im 9.ten Bund ist, erklingt.
Also einen Ganztonschritt. Hoer dir vorher den Ton im neunten Bund an!
Du kannst auch an der (~~~)-Stelle auf deinen Whammy Bar drücken,bis
der gewünschte Ton erklingt.
Du kannst die Saite aufwaerts,aber auch abwaerts dehnen. Fuer gewoehnlich
dehnt man die E,A,D-Saiten nach unten (Richtung Hohe E-Saite), und die
g,b,e-Saiten nach oben (Richtung Tiefe E-Saite). Du kannst aber auch schon
vor dem Anschlagen der Saite die Saite dehnen.
Der Whammy Bar
Der Whammy Bar (Jammerhaken, Vibrato bar)
Der Whammy Bar ist dieser Hebel unten an deinem Tremolosystem. Der
Begriff Tremolosystem ist zwar falsch,
hat sich aber unter den Gitarristen eingebürgert. Richtigerweise müsste
es Vibratosystem heissen. Tremolo ist ein
an- bzw. abschwellen der Lautstärke! Vibrato ist ein an- bzw. abschwellen
der Tonhöhe.
Und das geschieht auch bei diesem System!
Mit ihm ist es möglich, durch drücken oder ziehen den gespielten
Ton zu erhöhen, oder zu erniedrigen.
Vorsicht beim Erhöhen von Tönen!. Hier ist schon so manche
Saite draufgegangen...
Whammy Sound
(A Dur Akkord anschlagen und Vibrato Hebel drücken)
Whammy Sound
(Motorrad startet...oder so ähnlich)
Um einen Motorradstart zu simulieren, drückst du auf den Vibrato Hebel
bis die Saiten an deinen Tonabnehmer "kleben". Jetzt lässt du den
Hebel langsam los und drückst wieder, und lässt los und so weiter.
Achtung! Bei billigen (und bei einigen
teuren) Tremolosystemen kann es passieren, das sich die Saiten verstimmen,
wenn man zu viel am Whammy hantiert.
Wenn du keinen Whammy Bar besitzt kannst du manchmal auf die Bending
Technik zurückgreifen.