Transponieren und Kapodaster

Stell Dir vor Du spielst in einer Band. Die Band spielt einen Blues inEüber A und B.
Jetzt stellt Ihr fest , das euer(e) Sänger(in)  das so nichtsingen kann. Also versucht ihr das Lied in einer
höheren Lage zu spielen. Das geht auf zweierlei Art:Zum Transponieren gibt es im Gitarren Shop den "Transposer".
Den kann man sich auch selber machen: TranspositionSlide Ruler

Um das Lied mit den selben Griffen in einer höheren Lage zu spielenbenutzt man den Kapodaster
(in jedem gut sortiertem Musikgeschäft erhältlich).
Der Kapodaster (auch "Klammer" genannt) wird am Griffbrett zwischenzwei Bünden befestigt.

Versucht ihr das obige Lied z.Bsp.in A zu spielen , dann befestige denKapo im 5. Bund.
Das C hab ich der besseren Übersichthalber in der Tabelle blau dargestellt.
Kapodaster- und Transponier- Tabelle:
Ton->CDEFGABC
1.DbEbFGbAbBbCDb1.
2.DEGbGABDbD2.
3.EbFGAbBbCDEb3.
4.EGbAbABDbEbE4.
5. FGABbCDEF5.
6.GbAbBbBDbEbFGb6.
7.GABC DEGbG7.
8.AbBbCDbEbFGAb8.
9.ABDbDEGbAbA9.
10.BbC DEbFGABb10.
11.BDbEbEGbAbBbB11.
12.CDEFGABC12.
BundBund

Transponieren:
Wollt ihr das Lied in einer anderen Tonart mit anderen Griffen spielen, so benutze obige Tabelle folgendermaßen:
Suche Ton E  in der oberste Spalte . Suche den Griff den du spielenwillst z.Bsp. A Dur.
Du wirst ihn in der 5.Reihe finden. Suche jetzt in der Tabelle denTon A und gehe 5 Reihen runter
Suche dann Ton b und gehe wieder 5 Reihen runter.

Wenn ihr Akkorde wie z.Bsp.:4, H7 ,E7 benutzt,so musst du einfach den Akkord mit der 4 (Quart) bzw. 7 (Septime) erweitern.

Anmerkung zur Kapo-Tabelle:

Selbstverständlich ist   Cis = Des , Dis = Es , Fis= Ges , Gis = As  u.s.w  ,  wenn du im Halbton vomHauptton höher oder tiefer spielst


Der Transposer

Viele Musikgeschäfte haben einen "Transposing slide rule" (Transponierschieberegler)in ihrem Angebot.
Dieser ist jedoch nichts anderes als die Noten der Tonleiter auf zweiseparaten Blättern, die unabhängig voneinander
bewegt werden können. Wenn du den Schieber verstellst um von Cauf E (zum Beispiel) zu transponieren zeigt er dir an, welche Noten (Akkorde)sich verändern. Das kann genauso handlich mit zwei Pappstreifen bewerkstelligtwerden. C-D-EF-G-A-BC-D-EF-G-A-BCoder          C-D-EF-G-A-BC-D-EF-G-A-BC
    C-D-EF-G-A-BC-D-EF-G-A-BC      C-D-EF-G-A-BC-D-EF-G-A-BC
    *  *            *                 *   *           *

Aus C wird E, aus E wird G# (der Bindestrich steht für #),und aus F wird A etc.

Jetzt hast du nur noch den Entscheidungkampf welcher Tonart du deinenKapo umschnallst. Entweder schaust du das
du auf deinen Raum deiner Singkunst kommst, oder die Mechanik/Tonartdes Songs beibehälst. Entscheidend ist auch
der Stil deiner Gitarre. Vielleicht hast du auch Schwierigkeiten mitdem Kapo ab dem 5. Bund, und ziehst in Erwägung solche Stückeinsgesamt zu Transponieren.

Zu empfehlen wäre an dieser Stelle der Transposer der Fa.Hornig und Pomaska GmbH in Hagen.
Ich habe mir diesen Transposer per Internet bestellt, und zwei Tagespäter schon war er in meinem Briefkasten!
Ich bin schlichtweg begeistert von diesem Teil.
Hier mein Test:

Der Transposer besteht aus zwei Linealen. Möchte man ein Lied ineine andere Tonart transponieren, so
schiebt man das untere Lineal in die vorgegebene Tonart (rot markiert!)und das obere Lineal auf den
Grundton der gewünschten Tonart (selbe rote Markierung!). Undschon kann man die neuen Akkorde
am  oberen Lineal ablesen. Ferner sind auf den Linealen die Moll,Dur, Bluestonleitern zu finden.
So hat man seinen Tonvorrat immer vor Augen.
Desweiteren kann man auf der Rückseite des Transposers die vielseitigenEinsatzgebiete ablesen
Zum Beispiel:

1. Für den Musikunterricht
2. Als Transponierhilfe
3. Zum Einüben des Solospiels
4. Für den Anfänger beim Akkordesuchen
5. Zum Komponieren

Eine Erklärung der Tonarterkennung in der Notatur ist genauso vorhanden
wie eine Erklärung der verschiedenen Stufen.

Zur Verarbeitung:
Der Transposer dürfte sich nicht so schnell abnutzen wie unsereoben erwähnten Papierstreifen.

Der Druck erfolgte mit einem feinem Offsetraster im Offsetdruck dermit Klarlack im Siebdruck
lackiert wurde, so daß sich die Schiebelineale nich abnutzenkönnen. Von innen sind beide
Seiten auch mit Schutzlack versehen.

Nach Rücksprache mit Reinhold Pomaska (dem geistigen Erfindersdes "Transposers")
könnt ihr die Seite http://www.transposer.deaufrufen, die Seite vergrößert darstellen,
und sich den Transposer in Farbe ausdrucken!
Denn gerade beim Transponieren ist es schön, wenn man die Stufenskalavor sich sieht.
So weiß man wenigstens, was passiert, und nicht nur wie dieAkkorde heißen!

Ich empfehle euch trotzdem den Transposer zu bestellen, denn er istmir eine große
Hilfe geworden.

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