Solo Grundlagen
Hier sind die Sologrundlagen von Mike Livengood.
Alle Lektionen:
Lektion 1
Lektion 2
Lektion 3
Harmonie und Einklang
Lektion 4 Arpeggios
Sologrundlagen von
Mike Livengood (lvengood@gene.com)
Lektion 1
Wir waren alle schon mal in der Situation...man jammt mit ein paar Leuten
und mitten im Stücks nickt dir der Bassist zu, du möchtest doch
dein Solo beginnen. Was machst du?
Jeder Moment, den du zögerst lässt dich wie einen Amateur dastehen.
Schnell, in welcher Tonart bin ich ? Welche Akkordwechsel ? Welche Skala
? Wie heisse ich ? Wie heisst die Hauptstadt von Nord Dakota? Verdammt...
verdammt...verdammt!
Also lass uns daran arbeiten, das uns das nie passiert, indem wir uns mit
der heutigen Lektion beschäftigen:
Grundlagen des Solos
Einige Anmerkungen noch bevor es losgeht.
Wenn du die Kunst des Bendings, Slides, Pull-Offs und Hammer-Ons noch nicht
beherrschst wirst du womöglich bei einigen Themen längere Zeit
brauchen um sie zu verstehen. Du kannst aber trotzdem weiterlesen.
Ich habe eine persönliche Ablehnung für die Pentatonic-Tonleiter.
Ich will auch niemanden von ihrem Gebrauch abhalten oder ihren Gebrauchswert
bestreiten. Ich will auch hier nicht darüber diskutieren.
Stell dir vor deine Behelfsband jammt mit einer simplen Drei-Akkorde-Aufwärm
Akkordfolge Dm-C-Bb-C.
Jetzt bist du mit deinem Solo an der Reihe, was wirst du tun? Aufgrund
der Akkordfolge wählen wir Dm für unsere Solotonart.
Ich hatte immer das Glück, mir ein bestimmtes Pattern zu merken und
es je nach Tonart in der Lage zu verschieben. Hier das von mir am meisten
gebrauchte und in jeder Tonart spielbare, ob Moll oder Dur. Hier ist es
in der Dm Position.
Pattern 1
E---l---l---l---l-x-l-x-l---l-x-l---l-r-l
B---l---l---l---l-x-l-R-l---l-x-l---l---l
G---l---l---l---l-x-l---l-r-l---l---l---l
D---l---l---l---l-x-l---l-x-l-x-l---l---l
A---l---l---l---l-r-l---l-x-l-R-l---l---l
E---l---l---l---l-x-l-x-l---l-x-l---l---l
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10
Die grossen R`s zeigen den Grundton (root) der Dur-Tonart (F), die kleinen
r`s den der Moll-Tonart (D). Technisch gesehen müsste man dies wohl
eine Phrygische F-Dur Tonleiter nennen (beginnend auf der Terz, A) Aber
das tue ich nicht!
Es ist einfach nur ein Fingersatz mit dem man einfach und bequem Soli spielen
kann, denn beim Solo betone ich die Töne der Moll und Dur- Tonleitern,
das A Phrygisch ist also eher Zufall.
OK. Jetzt haben wir eine Skala die wir benutzen können. Beachte, das
diese Skala alle Töne der gespielte Akkorde beinhaltet. Genau so:
D Moll Skala D-E-F-G-A-Bb-C
Dm Akkord
D-F-A
C Akkord
C-E-G
Bb Akkord
Bb-D-F
Wenn wir nun also unser Solo spielen,(du wirst dich erinnern, es ist wohl
eine Geschichte ohne Story, nicht nur ein Haufen Licks) können wir
also jeden Ton der Skala spielen, und er wird passen. Er wird nicht immer
gut klingen, aber er
passt auf irgendwie.
Hier sind noch zwei Positionen der gleichen Skala:.
Pattern 2 (F Dur Skala)
E---l---l-x-l---l-x-l-x-l---l---l---l---l
B---l---l-r-l---l-x-l-R-l---l---l---l---l
G---l-x-l-x-l---l-x-l---l---l---l---l---l
D---l-x-l-R-l---l-x-l---l---l---l---l---l
A-x-l---l-x-l---l-r-l---l---l---l---l---l
E-R-l---l-x-l---l-x-l---l---l---l---l---l
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10
Pattern 3 (D moll Skala)
E---l---l---l(x)l---l-x-l-R-l---l-x-l---l
B---l---l---l(x)l-x-l---l-x-l---l-r-l---l
G---l---l---l-R-l---l-x-l---l-x-l---l---l
D---l---l---l-x-l---l-r-l---l-x-l---l---l
A---l---l---l-x-l---l-x-l-x-l---l---l---l
E---l---l---l-r-l---l-x-l-R-l---l---l---l
7 8 9 10 11 12
13 14 15 16
(x) alternativer Fingersatz, wenn du in einer Lage bleiben willst.
Beachte, dass dies die D-moll Tonleiter ist, und das die D-moll Pentatonik
Skala in ihr enthalten ist.
Woher dachtest du käme die Pentatonik?
Wenn du die Patterns 1, 2 und 3 verbindest, beginnend auf dem F auf der
E-Saite , 1.Bund (Pattern 2) kannst du das Griffbrett rauf und runter spielen
bis zum 24.Bund (wenn du einen hast) ohne das Pattern zu verlassen.
Ungefähr so: In TAB-Form
E------------------------------------8-10-12--l
B---------------------------5-6-8/10----------l
G-------------------2/3-5-7-------------------l
D-------------2-3-5---------------------------l
A-------1-3-5---------------------------------l
E-1-3-5---------------------------------------l
E-13-12-10----------------------------13-15-17/18-l
B----------13-11-10----------13-15-17-------------l
G-------------------10-12-14----------------------l
D-------------------------------------------------l
A-------------------------------------------------l
E-------------------------------------------------l
E--20-18-17----------------------------18-20-22/24l
B-----------20-18-17----------18-20-22------------l
G--------------------19-17-19---------------------l
D-------------------------------------------------l
A-------------------------------------------------l
E-------------------------------------------------l
Versuche dies langsam und gleichmässig zu spielen, jede aufsteigende
Note mit Hammer-On`s, pull off`s mit jeder absteigende Note und mit Slides
wo sie notiert sind. Höre im 20. Bund auf, falls dir die oberen Bünde
fehlen oder wenn
du müde wirst. Das schöne an diesen Patterns ist, das sie in
allen Tonarten funktionieren, man muss nur ihre Lage verändern. Pattern
1 beginnt auf der Terz der Dur Skala, (erinnere Dich, es ist nur ein Pattern,
keine Phrygische Skala).
Die Startpunkte auf der tiefen E-Saite sind:
C Dur/A Moll
offen
D Dur/B Moll
2. Bund
E Dur/C# Moll
4. Bund
F Dur/D Moll
5. Bund (wie oben)
G Dur/E Moll
7. Bund
A Dur/F# Moll
9. Bund
Innerhalb der Patterns lassen sich einige Licks finden, mit denen wir unsere
Solitechnik verbessern können.
So wie diese:
Dm
E-----5-6-8-6-5---5-------l-8-----5--8-----5-8-10-l
B----6---------8-6--8-6-5-l--6---6----6---6-------l
G---7---------------------l---5-7------5-7--------l
D-------------------------l-----------------------l
A-------------------------l-----------------------l
E-------------------------l-----------------------l
E---------------------------5---5-6-5-6-8-6-8/10--l
B----------5--5-6-5-6-8-6-8---8-------------------l
G----7-5-7--7-------------------------------------l
D-------------------------------------------------l
A-------------------------------------------------l
E-------------------------------------------------l
Beachte ausserdem ,wenn wir die Pattern verbinden und so die Dur Tonleiter
über den ganzen Hals erweitern, so das die Akkorde für
unser Stück das wir spielen Licks verfügbar machen.
Etwa so:
Dm
E-5--------13-10-----l
B--6-------------10--l
G---7----------------l
D----7---------------l
A-----5--------------l
E--------------------l
C
E-8--------15-12-----l
B--8-------------13--l
G---9----------------l
D----10--------------l
A-----10-------------l
E-------8------------l
Bb
E-10-------13-10-----l
B--11------------11--l
G---10---------------l
D-----8--------------l
A--------------------l
E--------------------l
Wir können diese Dreiklänge in unseren Soli dazu benutzen, die
Akkorde zu betonen und die Dreiklänge als Pull-Offs spielen ,so wie
in den "Hotel California" oder "Sultan of Swing" - Solos.
Such dir ein Pattern aus, in dem du dich sicher und wohlfühlst und
das deinem Stil am ehesten zusagt. Dann spiele es 1000 mal. Nimm dir eine
Freund der dir die Akkorde immer und immer wieder spielt und probiere sie
aus. Oder nimm sie
auf Tape auf und spiele dazu in allen Tonarten.
Also, dies sollte mal ein Anfang sein, in Dur und Moll Tonarten Solos zu
spielen . Weitere Lektionen folgen.
Irgendeine Hinzufügung?
Mike Livengood (lvengood@gene.com)
Solo Grundlagen von Mike
Livengood
Lektion 2
Lass uns eintauchen in das Geheimnis der Solotechnik und rausfinden wie
man so was macht
...sollen wir?
Das leichteste Solo:
Das leichteste Solo ist eine Note...das ist alles. Na ja, ein Solo mit
einer einzigen Note gibt ein bestimmtes Gefühl das zu dem Stück
passt, doch es nichts kolossales. Ich denke, das zweit leichteste Solo
wären zwei Noten, gefolgt von weiteren Noten. Nebenbei..., das Solo
in "I wanna be sedated" von den Ramones sind nur acht Noten eines Tones....und
siehe... es klappt.
Doch hast du einen Akkordwechsel während deines einen Tones (acht
Noten, oder wasauchimmer) , dann baust du einen voraussehbaren Notenwechsel
ein obgleich du die selben Noten spielst. Lass mal sehen, warum.
Der Ramones Song wird gespielt über E-A-B in Viertelnoten Anschlag,
jeder Akkord klingt einen Takt (freilich ,ein schnelles Tempo). Das Solo
ist acht Noten leere E-Saite (dünn). Wenn das Solo beginnt spielt
der Gitarrist die Tonika
(tonic), nämlich E ,welches einen besonders passenden Ton gibt wenn
man gerade einen E-Akkord spielt. Wenn der Akkordwechsel nach A kommt,
wird gerade die Quinte (5th) des Akkords gespielt (immer noch E) welche
auch harmonisch passend, obgleich sie tonmässig anders verwand ist
mit der ersten Note. Jetzt kommt der Akkordwechsel nach B und das Solo
spielt jetzt die Quart (4th) des Akkordes (immer noch E) , ein weiterer
konsonanter Ton. Die Note E ist nicht in der B-Dur-Tonleiter (B-D-F#) enthalten,
doch die Perfect Quart gibt hier ihren Effekt.
So, was wir jetzt rausgefunden haben, ist eine Beziehung zwischen den Noten
des Solos das du spielst, und den Akkorden , die der Rest der Band spielt.
Hmmm...du willst jetzt aber nicht nur einen Haufen Licks spielen.
Was ist mit den Geschwindigkeits-Spielern? Die können ja nicht rumsitzen
und auf den Rest der Band warten um ihre Solo-Noten aufzuschnappen. Deshalb
müssen bestimmte Noten oder Gruppen von Noten analysiert werden nach
ihrer Beziehung der unterlegten Akkorde. Ein Weg wäre, an die erste
und letzte Note einer bestimmten Passage zu denken, egal wie lang sie ist.
Davon ausgehend das wir in der richtigen Tonart spielen, wären diese
Töne richtig. Doch wenn wir richtig schnell spielen kann der Zuhörer
sie nicht mehr voneinander unterscheiden. Aber die letzte Note! Diese Note
ist der Weg zu
deinem Ziel durch diese Passage. Wie du hierher gekommen bist, schnell
oder langsam, ist egal.
Dieses Statement wolltest du machen. Das bringt uns zu:
Auflösung:
Wenn wir einem Musikstück lauschen, möchte das Ohr immer wieder
zu dem festen Platz zurückkehren. Dieser Platz ist entweder die Tonika
(Grundton) des Stückes, oder die Tonika der unterlegten Akkorde. Diese
"Rückkehr" wird Auflösung genannt. Ein Schauer von Noten,
die sich nicht angemessen auflösen, auch wenn sie technisch noch so
eindrucksvoll sind, hinterlassen einen an der Nase rumgeführten Zuhörer.
In unserem letzen Beispiel benutzten wir eine Dm-C-Bb-C Griffolge. Das
Ohr des Zuhörers möchte dass das Solo wieder auf die D-Note zurückkehrt.
Nicht nur das, die Rückkehr (oder Auflösung) sollte auf den Taktschlag
erfolgen. Es gibt auch
eine Auflösung zu den unterlegten Akkorde. Wenn du also wenn ein C-Dur
Akkord gespielt auf dem C klingen lässt, hast du eine Auflösung.
Wenn, wie auch immer, der Akkordwechsel zu Bb kommt, hast du die Auflösung
verloren.
Spielst du in einer Moll-Pentatonik Skala eine I-IV-V Griffolge, gibt es
eine gute Gelegenheit für eine Auflösung! Das passiert, wegen
den Noten in der Skala: (Grundnote, m3, p4, p5, m7); drei von ihnen lösen
sich zum Akkordwechsel (I-IV-V) auf, und die anderen mit einem kleinen
Bending. Das ist einer der Gründe, warum die Pentatonic-Scala so einfach
in ihrer Benutzung ist.
Jetzt haben wir diese Regel aufgestellt...brich sie. Spiel eine kleine
Solomelodie und lass sie unaufgelöst. Nun mach schon, Regeln sind
dafür da gebrochen zu werden. Löse auf dem "C" auf während
der Song auf dem "Dm", doch halte ihn
bis die Band aufholt.
Lass uns jetzt mal so richtig wild werden, und Noten spielen, die nicht
in der Tonleiter liegen. Lass uns vorübergehend Noten zu unserer Tonleiter
hinzufügen, wie hier:
Ganz schnell in Dm spielen
Die Sternchen Noten (*) anschlagen, und den Rest als pull-off.
* * *
* * *
E--8-6-5-6-5---6-------------------------
B------------8---8-6-8-6-5-6-5---5-------
G------------------------------7---7-6-5-
D----------------------------------------
A----------------------------------------
E----------------------------------------
Hast du unsere vorübergehenden Noten zwischen dem "D" und dem letzten
"C" bemerkt? Dieses lick löst sich zum "C" auf ,wie immer wenn du
das C für einen Moment hältst, und dann ein hammer-on ,
oder ein slides zum D im 7.ten Bund
machst, haben wir eine nette Auflösung zur Tonika.
Bedenke, das dies deine Hauptziele beim Solospiel sind:
1 Den Zuhörer zu unterhalten
2 Etwas dem Song beisteuern
3 Den Song irgendwohin bringen, wohin
man mit dem Text nicht kommt
4 Der Melodie und Akkordstruktur neue
Kraft geben
Höre dir mal deine Lieblingssolos an und picke dir die Auflösungen
raus. Song für Song werden sie dir immer offensichtlicher. Höre
dir auch solche an , wo die Auflösung verzögert kommt.
Wenn du eine Aufnahme von Yngwie's erstem Album mit Alcatrazz hast, dann
schau dir an, wie er Schnelligkeit mit Auflösung verbindet.
Hör dir auch "Die vier Jahreszeiten" von Vivaldi an, und picke die
Auflösungen in der Melodie.
Oder versuche "La Gazza ladra" (Die diebische Elster) von Rossini.
Für eine Blues-Skala-Auflösung, nimm dir David Gilmour's solo
in "Comfortably Numb" (ist auf "The Wall") vor.
OK...das wäre aufgelöst. Ich hoffe das hilft dir jetzt
bei zukünftigem Melodie schreiben und Solospiel.
Kommentare und Hinzufügungen sind willkommen.
Sorry, wenn ich etwas zu redselig war.
M.L.
Solo Grundlagen von
Mike Livengood
Lektion 3 (Harmonie und Einklang)
Ich bin sicher, ihr rast jetzt schon alle das Griffbrett rauf und runter, und
braucht keine weiteren Anleitungen mehr.
Wie-auch-immer: Dies ist das freie Internet und ich präsentiere euch die
Heutige Lektion in: Dum-da-da-dum...
Harmonisieren:
Eins der Dinge das einen Nebeneffekt in der "Fetz-Bewegung" hat, ist das
Einzel-Noten-Solo-Ding. Dir braucht nicht schlecht zu werden...die meisten
meiner Live-Solos sind einzelnoten-Läufe und ich scheine damit fein durchzu-
kommen! Immer wenn ich etwas vorplane und ein bisschen Harmonie hinzufüge
(egal ob mit einem zweiten Gitarrist oder mit einem vorher aufgenommenen Track)
meine Solos und Melodien entwickeln sich richtig.
Lass mal kucken was Harmonie ist. Das Wörterbuch sagt: Harmonie ist"
Eine Kombination musikalischer Töne die als angenehm, anziehend gelten."
Was wir daraus schliessen können ist, um Harmonie zu haben braucht man mehr als
einen Ton . Das haben wir schon: Denn der Rest der Band spielt etwas, mit dem
wir Harmonisieren ...hoffentlich...doch das lass ich hier nicht gelten.
Ich spreche von harmonisierten Melodiefolgen.
Der leichteste Typ der Harmonie zwischen zwei Gitarristen (oder Sänger oder
was-auch-immer) ist in Einklang. Jedes Instrument spielt die selbe Melodie
in der selben Tonhöhe. Das kann ein netter Effekt sein, speziell wenn die
zwei Instrumente unterschiedliche Klangfarben haben.
Ein Chorus Effekt Pedal mach das in dieser Art.
Der nächste Typ der Harmonie wären die Oktaven. Jedes Instrument spielt
die selbe Melodie, doch eins spielt sie eine Oktave höher.
Oktaver-Effekt-Pedale können das auch. Doch hört es sich besser an, wenn dies
zwei separate Instrumente bewerkstelligen.
Wenn man Harmonisiert in Oktaven (oder Quarten oder Quinten) die Melodie bleibt
exakt die selbe , weil die Intervalle "Perfects" sind (weder Dur noch Moll).
Der echte Typ des Harmonisierens bekomme ich, wenn ich Harmonisiere in Terzen.
Wenn man in Terzen harmonisiert verändert sich die Melodie wegen dem ändern des
Dur und Moll - Intervalls innerhalb der Melodie.
Um damit zu Starten, lass uns ein schnelles Beispiel durchlaufen:
Hier harmonisiere ich eine absteigende a-Moll Skala in Terzen:
Root (Am)
A G F E D C B A G F E D C B A
E------------------------------------
B-10-8-6-----------------------------
G---------9-7-5----------------------
D----------------9-7-5---------------
A-----------------------8-7-5--------
E------------------------------8-7-5-
Einen Terz höher (C)
C B A G F E D C B A G F E D C
E--8-7-5-----------------------------
B---------8-6-5----------------------
G----------------7-5-4---------------
D-----------------------7-5-3--------
A------------------------------7-5-3-
E------------------------------------
Harmonisiert:
E--8-7-5------------------------------
B-10-8-6--8-6-5-----------------------
G---------9-7-5--7-5-4----------------
D----------------9-7-5--7-5-3---------
A-----------------------8-7-5--7-5-3--
E------------------------------8-7-5--
Hast du die Intervallwechsel bemerkt? Das ist der Trick des
harmonisierens in Terzen. Im obigen Beispiel sind die Intervalle:
A-C m3
B-D m3
C-E M3
D-F m3
E-G m3
G-B M3
Wie ich das rausgefunden habe, fragst du? Also, lass mal schauen.
Zugegebenermassen ist Harmonisieren in Am ganz leicht; keine Vorzeichen ,um die man
sich kümmern muss. Doch wir wollen es benutzen um einen Anfang zu haben.
Wir wissen, was ein Terz ist, gelle? Es ist ein Intervall von entweder drei
Halbtönen (Moll Terz, 3 Bünde) oder vier Halbtoenen (Dur Terz, 4 Bünde).
Terze sind sehr wichtig in der Akkordkonstruktion, wie wir schon von unseren
anderen Lektionen wissen, die wir durchgearbeitet haben.
(Haben wir alle unsere Hausaufgaben gemacht?)
Wir wissen, das der Intervall zwischen Zwei angrenzenden Saiten auf der
Gitarre ist eine Quart (vier), oder eine M3 zwischen der G und B Saite.
Um den Terz einer Note auf der dicken E-Saite zu finden, (sagen wir mal das A
im fünften Bund)...gehen wir auf der nächsten Saite (A-Saite) ein Bund zurück
(4. Bund...C#). Dieses gibt uns unsere Dur-Terz. Ein weiterer Bund zurück
(3. Bund...C) gibt uns unseren Moll-Terz. Wie hier:
E---]---]---]---]---]---]---
B---]---]---]---]---]---]---
G---]---]---]---]---]---]---
D---]---]---]---]---]---]---
A---]---]-C-]-C#]---]---]---
E---]---]---]---]-A-]---]---
^ ^ ^
m3 M3 R
Also:
E---]---]---]---]---]---]---
B-C-]-C#]---]---]---]---]---
G---]-A-]---]---]---]---]---
D---]---]---]---]---]---]---
A---]---]---]---]---]---]---
E---]---]---]---]---]---]---
So, um herauszufinden, was die Harmonie ist, zähle drei Noten in der Tonleiter
hoch um den Terz zu finden. In Tonarten, anders als C-Am müssen wir aufpassen,
das wir den richtigen Noten die Vorzeichen # oder b geben.
Bei zwei Gitarristen wird es eine Weile dauern, um die richtige Harmonieläufe
auszuarbeiten, doch es ist die Mühe wert.
Ein weiterer Trick ist es eine Skala langsam zu spielen, und ein zweiter
Gitarrist spielt die selbe Skala doch startet erst mit der ersten Note, wenn du
zur dritten Note kommst. Probiere dies auch mit einem Echogerät aus.
Hier ist eine absteigende D Dur Skala mit harmonisierend eine Terz hoch:
E-14--12--10--9---7--5--3--2--0----
B-15--14--12--10--8--7--5--3--2--3-
G--------------------------------4-
D----------------------------------
A----------------------------------
E----------------------------------
Ein weiterer Weg zu Harmonisieren ist es Harmonisierende Melodien zu spielen.
Zwei verschiedene Melodien die sich die gemeinsamen Noten teilen.
Versuche eine aufsteigende A Moll Skala langsam zu spielen, und ein
weiterer Gitarrist spielt eine absteigende A Moll Skala.
Dies gibt uns die folgenden Harmonischen Intervalle:
A-A Oktave
B-G m6
C-F P4
D-E M2
E-D m7 (Umkehrung)
F-C P5 (Umkehrung)
G-B M3 (Umkehrung)
A-A Oktave
Wenn du mit diesen Dingen rumprobierst, wirst du eine Menge Allman Brothers,
Night Ranger, Queensryche, Eagles, Thin Lizzy, Bach, Mozart, Vivaldi etc...
finden.
Probiere dieses Lick mit zwei Gitarristen aus. Oder nimm dir mit dem Rekorder
Part A auf und spiele später Part B dazu.
Das Lick ist eine Zwei-Hand-Tapping Triade. Part A ist eine G Dur (G-B-D-G)
und Part B ist ein Terz höher: Bm (B-D-F#-B).
Spiele die ersten drei Noten als Hammer-on (linke Hand) und Tap die vierte Note
im 12. Bund mit der rechten Hand.
Part A (G Dur)
E------------------------
B------------------------
G--0--4--7--12--7--4--0--
D------------------------
A------------------------
E------------------------
Part B (Bm)
E------------------------
B--0--3--7--12--7--3--0--
G------------------------
D------------------------
A------------------------
E------------------------
Spiel dies ein paar mal, dann wechsele zu Gmaj7 und Bm7
Part A (Gmaj7)
E------------------------
B------------------------
G--0--4--7--11--7--4--0--
D------------------------
A------------------------
E------------------------
Part B (Bm7)
E------------------------
B--0--3--7--10--7--3--0--
G------------------------
D------------------------
A------------------------
E------------------------
Oder zu Em und G Dur
Part A (Em)
E------------------------
B------------------------
G--0--4--9--12--9--4--0--
D------------------------
A------------------------
E------------------------
Part B (G Dur)
E------------------------
B--0--3--8--12--8--3--0--
G------------------------
D------------------------
A------------------------
E------------------------
Hui! Fun stuff.
Der Trick beim Harmonisieren ist seine Skalen und die Tonart-Vorzeichen zu
kennen. Danach ist es ein Klacks um zu Harmonisieren.
Ich empfehle die Griffbrettgrafik, nur um sicherzustellen, dass du die richtigen
Noten benuetzt. Es spart dir eine Menge Zeit.
Hier ist eine.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
E--F-]-F#]-G-]-G#]-A-]-A#]-B-]-C-]-C#]-D-]-D#]-E-]-F-]-F#]
B--C-]-C#]-D-]-D#]-E-]-F-]-F#]-G-]-G#]-A-]-A#]-B-]-C-]-C#]
G--G#]-A-]-A#]-B-]-C-]-C#]-D-]-D#]-E-]-F-]-F#]-G-]-G#]-A-]
D--D#]-E-]-F-]-F#]-G-]-G#]-A-]-A#]-B-]-C-]-C#]-D-]-D#]-E-]
A--A#]-B-]-C-]-C#]-D-]-D#]-E-]-F-]-F#]-G-]-G#]-A-]-A#]-B-]
E--F-]-F#]-G-]-G#]-A-]-A#]-B-]-C-]-C#]-D-]-D#]-E-]-F-]-F#]
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
Hope you enjoyed this lesson. Stay tuned for my next one.
Ich hoffe du hast diese Lektion genossen. Bis zur nächsten:
Stay Tuned!
M.L.
Solo Grundlagen von Mike
Livengood
Lektion 4 (Arpeggios)
Arpeggios
In der heutigen Lektion dreht sich alles um ein oft missverstandenes Wesen
bekannt als...Das Arpeggio.
Die erste Frage, die jedem in den Sinn kommt, der darüber grübelt
was dieses rätselhafte Wort bedeutet, ist:
"Was ist ein Arpeggio" Der Fakt, das es sich anhört wie eine Art Pasta,
vermindert letztendlich nicht seine gewaltige Brauchbarkeit in der Welt
der Solotechnik.
Was ist ein Arpeggio?
Ein Arpeggio ist für gewöhnlich ein Akkord dessen Noten nacheinander
gespielt werden. Note für Note. Echt simpel.
Siehst du, es ist gar nicht so schwer. Wenn wir dies jetzt zum x-ten mal
analysieren, können wir sagen das wenn wir einen Akkord klimpern ,
also voller Anschlag ,das hier auch Note nach Note gespielt wird. Natürlich
mit einem viel
kleineren Zeitabschnitt dazwischen. Meine Erklärung dafür ist:
Wenn der Zeitabstand zwischen den Noten ,
nicht unter einen bestimmten Wert fällt (16tel Note ,32tel, 64tel
Note etc.) dann sprechen wir von vollem Anschlag .
Einem Strum! (engl. strum=klimpern). Du kannst dir das noch breiter auslegen
wenn du willst...aber lass uns weitermachen.
Lass uns mit einigen leichten Arpeggios-Beispielen anfangen, um mal eine
Idee zu bekommen was das ist.
Hier in TAB Form:
D Dur
E--2-------
B----3-----
G------2---
D--------0-
A----------
E----------
A Moll
E--0----------
B----1--------
G------2------
D--------2----
A----------0--
E-------------
Bm7
E--2---------
B----3-------
G------2-----
D--------4---
A----------2-
E------------
E Dur
E---------4-
B-------5---
G-----4-----
D---6-------
A-7---------
E-----------
Em7/11 (Ich hab nicht gesagt, sie müssten kompliziert
sein)
E-----------0--
B---------0----
G-------0------
D-----0--------
A---0----------
E-0------------
Am13
E-------------7-
B---------5-6---
G-------5-------
D-----5---------
A---5-----------
E-5-------------
Die momentane shredding-Bewegung (die Fetzer) haben die Benutzung von Arpeggiosmzu
einer erschreckenden Aufgabe gemacht. Wie wär's mit vollen 6 und 7
Noten-arpeggios gespielt in einem einzelnen Feger bei voller Geschwindigkeit?
Doch wir brauchen nicht so über Arpeggios zu denken. Arpeggios können
langsam und bedächtig gespielt werden um ein wundervolles Statement
abzugeben und die unterlegten Akkorde zu umrunden . Arpeggios können
auch nur ein paar Noten sein. Eine simple Arpeggio-Triade während
eines Solos kann sehr effektiv sein und unter Umständen dem Solisten
helfen von
diatonischen oder pentatonischen Tonleiterläufen wegzukommen. Vergleiche
zwei absteigende Läufe:
Schnelle absteigender pentatonik Lauf (Triolen über achtel Noten)
Am
E
1 + 2
+ 3 +
4 + 1
E--8-5---5-----------------------------------------]---
B------8---8-5-8-5---5-----------------------------]---
G------------------7---7-5-7-5---5-----------------]---
D------------------------------7---7-5-7-5---5-----]---
A------------------------------------------7---7-5-]-7-
E--------------------------------------------------]---
Apeggiated Chords
Am
Am7 Amsus4
E
1 2 +
3 + 4
+ 1
E---8----8--5--------------------------------]----
B--------------5-----8--5--------------------]----
G-----------------5--------5-----7--5--------]----
D-----------------------------7--------7-----]----
A-----------------------------------------5--]-7--
E--------------------------------------------]----
C C A E C
G E C A D C A D
E
Beide Beispiele sind total brauchbar. Jedes startet hoch auf dem Terz der
Skala (C) und endet auf der Quinte (E). Das erste Beispiel wurde
schon in Tausenden Stücken gehört, und ist in jedes Blues/Rock
Spielers Repertoire. Es gibt ein Ausdruck von Geschwindigkeit und Ziel..."Ich
bin oben, und ich zeige dir wie schnell ich runterkommen kann..."
Das zweite Beispiel benutzt ein arpeggiated A Moll Akkord mit einigen Variationen.
Es wird mehr langsamer gespielt damit der Klang des unterliegenden A Moll
Akkord gehört werden kann, und deshalb einschmeichelnd.
Hast du gesehen , dass ein Arpeggio einfach nur eine Skala ist, der einige
Töne fehlen? He...gut für dich. Genau wie ein Akkord aus bestimmten
Noten der Skala besteht (Grundton,Terz,Quinte,Septime,etc.), besteht ein
Arpeggio genauso aus
bestimmten Noten.
In diesem Sinne...schau dir das obige Beispiel des Arpeggios für den
Am13 Akkord an.
Kannst du die Skala für den Akkord bestimmen? Richtig...sie ist:
A--B--C--D---E--F---G
r--9--3--11--5--13--7
(2) (4) (6)
bedenke immer, dass 9=2, 11=4 & 13=6 ist.
Die A Moll Skala zu spielen ist also der Weg um einen Am13 Akkord zu arpeggieren.
Lass uns noch einige Arpeggios anschauen.
Eine offensichtliche Arpeggio-Sequence wären die Eröffnungsakkorde
zu Stairway to Heaven von Led Zeppelin. Wir kennen sie alle, doch ich schreib
sie trotzdem noch einmal auf. (Ich habe sie heute Morgen erst aus dem Netz
gestohlen)
Am *Am
C Bm7
Fmaj7
E-------5-7-----7-|-8-----8-2-----2-|-0--------0-----|-----------------|
B-----5-----5-----|---5-------3-----|---1---1----1---|-0-1-1-----------|
G---5---------5---|-----5-------2---|-----2--------2-|-0-2-2-----------|
D-7-------6-------|-5-------4-------|-3--------------|-----------------|
A-----------------|-----------------|----------------|-2-0-0---0--/8-7-|
E-----------------|-----------------|----------------|-----------------|
*Am= Am/maj7add9
Ein gutes Solobeispiel ist David Gilmour's solo in "Mother" von "The Wall".
Der letzte Lauf des Solos ist ein Gsus4-mässiges arpeggio :
E--8-7-8-7---------------
B----------8-------------
G------------7-----------
D--------------10-9------
A-------------------10---
E------------------------
C B C B G D C B G
Ein weiteres Beispiel ist in Mark Knopfler's erstem solo in Sultans of
Swing. (Selektierte arpeggios)
A
Dm
C
E-------5--9--12b(13)--]--10-----------]-/13-12--------------------]
B-----5----------------]-----10--------]--------13-----------13-13-]
G---6------------------]--------10-----]-----------12--14p12-------]
D-7--------------------]-----------12--]---------------------------]
A----------------------]---------------]---------------------------]
E----------------------]---------------]---------------------------]
Bb
C
E----------------]---------------]
B-----3--6--3----]-----5--6/8-6--]
G---3------------]---5-----------]
D-3--------------]-5-------------]
A----------------]---------------]
E----------------]---------------]
Und natürlich seine Arpeggios vom letzten (outro) solo:
Dm
Bb
C
E--13p10----10--]--13p10----10--]--15p12----12--]
B--------10-----]--------11-----]--------13-----]
G---------------]---------------]---------------]
D---------------]---------------]---------------]
A---------------]---------------]---------------]
E---------------]---------------]---------------]
Hier sind noch einige Arpeggio-Akkord Beispiele: () = eine optionale Note
(Nur Spielen wenn du Bock hast)
Dm7 (D-F-A-C)
E----------5--8--5-----------
B--------6---------6---------
G--(5)-7--------------7-(5)--
D----------------------------
A----------------------------
E----------------------------
Emaj7 (E-G#-B-D#)
tp
E----------4--(7)--(12)--
B--------4---------------
G------4-----------------
D----6-------------------
A--7---------------------
E------------------------
Asus4 (A-C#-E-D) oder (Aadd11)
E-----------------
B--15p14----------
G--------14-------
D-----------14----
A--------------12-
E-----------------
Dadd9 (D-F#-A-E)
tp
E---------5--(10)--
B-------7----------
G-----9------------
D---7--------------
A-5----------------
E------------------
D Moll (D-F-A) (spiele Bb als Verzierungsnote)
E--5h6p5---------
B--------6-------
G----------5/7---
D----------------
A----------------
E----------------
Arpeggios müssen nicht auf verschieden Saiten gespielt werden. Ein
gutes Beispiel von Einzelsaiten arpeggio wäre die letzte Tapping Sequenz
in "Van Halen`s" Eruption. Hier spielt Eddie nur eine Serie von Arpeggio-Triaden.
C# Moll A Dur D#dim
B Dur
E---------]----------]----------]----------]
B--2^5^9--]--2^5^10--]--4^7^10--]--4^7^12--]
G---------]----------]----------]----------]
D---------]----------]----------]----------]
A---------]----------]----------]----------]
E---------]----------]----------]----------]
C# E G# C# E A D# F# A
D# F# B
E Dur C Dur
Em7 D Dur
E-----------]----------]----------]----------]--
B--5^9^12---]--5^8^13--]--5^8^15--]--7^10^15-]--
G-----------]----------]----------]----------]--
D-----------]----------]----------]----------]--
A-----------]----------]----------]----------]--
E-----------]----------]----------]----------]--
E G# B E G C
E G D F# A
F#m7 E Dur
Em7
E-----------]----------]----------]----------]--
B--7^10^17--]-9^12^17--]-12^15^17-]-..etc...-]--
G-----------]----------]----------]----------]--
D-----------]----------]----------]----------]--
A-----------]----------]----------]----------]--
E-----------]----------]----------]----------]--
F# A E G# B E
B D E
Wenn deine Spielweise mehr komplexer wird, können schwierigere Arpeggios
in deine Solos eingearbeitet werden. Hier sind einige:(Versuche sie Vorwärts
und Rückwärts zu spielen) (Versuche sie mit veränderten
Noten zu modifizieren um neue Akkorde daraus zu machen).
Am
E---------------------8-12--]
B-----------------10--------]
G-----------5--9------------]
D---------7-----------------]
A-------7-------------------]
E-0-5-8---------------------]
E A C E A C E A C E
E7
E------------11-]
B--------12-----]
G---------------]
D---------------]
A----11---------]
E-12------------]
E G# B D
C6/9b5
E----------------]
B----------10-12-]
G-------11-------]
D----14----------]
A-15-------------]
E----------------]
C E Gb A B
E9
E----------------]
B----------3--7--]
G-------4--------]
D----6-----------]
A-7--------------]
E----------------]
Hier hast du es also. Siehst du ,es war doch keine so kleine Hausarbeit.
Wenn man bedenkt das wir die Arpeggios der Klassischen Musik noch nicht
einmal angerührt haben...Doch suche sie dir trotzdem raus, für
deine eigene Nachforschungen.
Bilde dir deine eigenen Arpeggios und versuch sie aus. Nimm dir einfach
die Akkord Formel , die du als Arpeggio umspielen willst, und such dir
einen Weg sie zu greifen.
M.L.